Archive for the ‘Cambodia’ Category

Siem Reap

Wednesday, January 30th, 2008

Viele gehn wohl nur wegen den Temples of Angkor (groesste Kirch der Welt) nach Cambodia. Siem Reap hat deshalb seinen eigenen Flughafen, grosse Hotels, teure Preise und ist wesentlich sauberer als der Rest Cambodias.

Aber ist halt auch fett!! Wer in Suedostasien unterwegs ist sollte sich die Tempel auf alle Faelle anschaun. Wir haben die Tempel 3 Tage lang erforscht. Der groesste Fehler den man dabei machen kann ist zu viel sehen zu wollen, sonst sind es irgendwann nur noch alte Steine. Der zweitgroesste Fehler ist morgens um 5:30 aufzustehen um sich den so hochgelobten Sonnenaufgang am Angkor Wat anzuschaun. Tausend Touris stehen davor und machen Bilder die nichts werden koennen, 99% sind auch noch so schlau und blitzen den Wat an… Besser ist es vielleicht den Tempel von der anderen Seite, ohne Sonne aber dafuer mit gutem Licht zu knipsen. Wer schon unbedingt so frueh aufstehen will, sollte lieber den Bayon fuer das Sonnenaufgang Spektakel waehlen. Es ist unser Lieblingstempel, der Tempel mit den vielen Gesichtern. Wir haben uns sagen lassen, dass es sehr eindrucksvoll sei dort morgens alleine zuzusehen, wie die Sonne langsam die Gesichter enttarnt. Es waren die 2 deutschen Maedels die uns dies erzaehlt haben, die Beiden, die uns eines morgens, mit starken Pochen an der Tuer und den dunklen Worten “Police, open the door!” aus dem Schlaf gerissen haben. Wir hatten sie schon in Sihanoukville kennengelernt. Dort sagte Linda eines abends im Zions Den “iiiihhh, ich hab ne Ratte gesehen!” Dome darauf hin nur “wie, jetzt erst?” :-)

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Phnom Penh

Monday, January 28th, 2008

In Phnom Penh waren wir 2 mal. Einmal vor und einmal nach Siem Reap. Beide Male wohnten wir an der “Lake Side”. Dort gibt es richtig guenstige Guesthouses. Einmal haben wir 3 und das andere mal 5 Dollar fuer zwei Personen pro Nacht bezahlt. Guenstig ist es sehr, aber besonders viel Komfort, Sicherheit (Zimmerschloss, Safe, …) oder besonders saubere Sanitaeranlagen braucht man dort nicht suchen.

Die Stadt bietet ausser Pardeee nicht besondes viel. Es gibt das Tuol Sleng Museum oder auch das S-21. Urspruenglich war es mal eine Schule, bis es Pol Pot 1975  zum Security Prison 21 gemacht hat. Er hat dort seine Gegner gefolltert und inhaftiert um sie dannach auf den Killing Fields (14 km suedlich von der Innenstadt)  zu exikutieren. Wir hatten nach den schrecklichen Bildern im S-21 keinen Bedarf mehr die Killing Fields anzuschaun und erhlich gesagt gibt es auch im Museum selbst nicht besonders viel zu sehen. Etwas mehr Aufschluss ueber die Pol Pot Vergangenheit des Landes bietet der Film, der 2 mal taeglich lauft. Ansonsten gibts noch das National Museum und den Royal Palace in PP zum bestaunen. Vom Nationalmuseum wurde uns abgeraten und den Palace haben wir trotz 2 Versuchen leider nicht betreten, da wir entweder nicht die richtigen Klamotten an hatten, oder wie immer einfach ohne Zeit und mit viel Schlaf leben! :-). Aber man kann ja nicht alle Tempel gesehen haben…

Zu empfehlen ist das FCC (Foreign Correspondence Club) Cafe an der River Side. Die Photos an den Waenden sind genauso wie der Service und die Preise spitzenklasse. Die Toilette ist dafuer aber, der sauberste und wohlriechenste Platz in ganz Phnom Penh. Weiter koennen wir die indischen Restaurants an der Lake Side weiteremphehlen. Einer war zwar etwas verpeilt und trug die Essen mehrmals zurueck in die Kueche, da er nicht wusste wohin damit. Das Essen, wenn man es dann mal hat, war allerdings bei beiden echt ausgezeichnet!!

Jonty’s Jungle Camp

Monday, January 21st, 2008

ist wirklich zu empfehlen und auch noetig um sich vom nachtleben sihanoukvilles etwas zu erholen. 3 wundervolle tage haben wir auf einer einsamen insel verbracht. auf der insel wohnen sonst nur eine khmer familie, ein militaerposten, zahlreiche spinnen, moskitos, gekos, schlangen (spukende cobras) und eine 10m python (die gott sei dank wohl immer mitten im jungle bleibt und nicht so gern an den strand geht.)

die khmer familie wohnt dort allerdings nur um auf die bungalows eines franzosen aufzupassen. er hat dort fuer 6000$ ein paar bungalows hingestellt, durfte allerdings nicht eroeffnen, da das land schon von der regierung an einen investor verkauft wurde. er hatte das land “nur” vom militaer gemietet. dies ist wohl nicht soviel wert, als es von der regierung zu kaufen… deshalb befahl im das militaer zu gehen…

die inseln um sihanoukville, sowie die straende sind wohl alle schon an irgendwelche investoren verkauft und so werden die bestehenden bars wohl in den naechsten jahren abgerissen und durch grosse resorts ersetzt. so weiss auch jonty nicht ob es die letzte oder vorletzte saison fuer sein jungle camp sein wird.

wir haben mitten im jungle mit strandblick in haengematten mit moskitonetz gepennt. allerdings sollte man nie nachst in shorts pissen gehen. dies kostet naemlich ca. 50 stiche von den teufelswesen.

eine schlange haben wir gesehen, als sie tagsueber einfach vor dem klohaus entlangeschlichen ist. jonty sagte: “you’re lucky to see one”. wir wussten nicht genau was es mit glueck zu tun haben soll, aber die megaspinne auf dem klo war dann doch noch etwas erschreckender. darauf hin sagte er nur: “only looks horrible, isn’t dangerous.”- ok na dann…

am riff vor dem camp haben wir auch das erste mal unsere schnorchelausruestung getest. das meist gesehene wesen war wohl der stachelige seeigel, der ohne hineinzutreten auch ganz nett aussieht. auch wenn wohl andere spots auf der welt besser zum tauchen sind, war es fuer den anfang relativ aufregend…

sonst haben wir die meiste zeit an unserem lieblingsstrand verbracht und die sonnenuntergaenge genossen. dort ist auch das schon jetzt sehr beruehmte bild von domes dicken … ents(t)anden
danke jonty und ian fuer die erholsamen tagen in unendlicher freiheit!

Sihanoukville - Cambodia

Saturday, January 12th, 2008

“welcome to cambodia” schrien die kids, die noch bevor die reifen zum stillstand kamen schon auf unser taxi gesprungen waren. wir waren aber noch in thailand, in dem grenzdorf hat lek. am naechsten morgen ging es dann um 8 ueber die grenze nach ko kong und von dort aus mit dem riverboat uebers meer (20$) nach sihanoukville. wir haben stefan aus d kennengelernt und uns gemeinsam den ersten sonnenbrand auf dem deck geholt. nach dem ersten anchor/angkor (my country my beer) und nen kleinen fried noddles snack am strand sind wir dann in die monkey republic eingezogen. ein gemuetliches, englisches guesthouse nicht weit vom serendipity beach…

cambodia ist echt crazy…hier herrscht das chaos…

tuk tuk - verkehr - chaos
“tuk tuk” hoert man hier an jeder ecke… sagt man “no thanks” geht der tuk tuk fahrer (so aehnlich wie in bangkok) sein weiteres angebot durch… sie verkaufen wohl alles…
versteht man den verkehr in cambodia, versteht man wohl schon sehr viel vom land, allerdings ist unsere meist gefragte frage an uns selbst: “was geht hier eigentlich ab in cambodia?” wir haben uns zwar an den verkehr gewoehnnt, verstehen tun wir ihn und das land aber ueberhaupt nicht.

die verkehrsregeln sind aber sehr einfach:

  1. der staerkere oder schnellere hat vorfahrt
  2. immer den kuerzesten weg nehmen (so werden tankstellen an einer strassenkreuzung immer zur abbiegerspur)
  3. eine strasse hat immer soviel spuren wie motos, tuk tuks und autos im moment nebeneinander passen
  4. man faehrt meist rechts. diese regel steht als letztes, da sie wohl die unwichtigste ist. wenn man gereade auf der falschen seite steht faehrt man links neben dem normalen verkehr in die gegenrichtung, bis sich halt die gelegenheit zum spurwechsel ergibt…

diese regeln moegen teilweise ueberzogen klingen, sie werden aber tatsaechlich zu 100% so umgesetzt. ein deutschen verkehrspolizist wuerde hier wahrscheinlich innerhalb kuerzester zeit vor schock zusammenbrechen…

das es sonst auch nur selten regeln und gesetze gibt, zeigt folgende geschichte. jemand baut in sihanoukville einen neuen markt direkt neben den alten. er steht allerdings leer, da die staende auf dem neuen viel teuerer sind als auf dem alten. was passier ein paar tage oder wochen spaeter? der alte wird einfach abgefackelt…

kids - prostitution - armut - bildung - infrastruktur
komische ueberschrifft, allerdings sind diese themen hier wohl nicht wirklich getrennt voneinander zu betrachten…
(nach 4 wochen cambodia sind die aussagen im folgenden text natuerlich nicht unbedingt die absolute wahrheit, es ist halt mein subjektives gefuehl bisher…)

40% der einwohner kambotschas sind unter 15 jahren. die meisten kids hier verkaufen irgendwelche sachen (fruechte, ketten, chips) am strand. andere sammeln dosen ein - noch bevor du sie leergetrunken hast. ein junge wollte uns nen armbaendchen verkaufen und als wir zu dritt ”no thanks” anworteten fragte er uns “a girl for you three?” er war vielleicht 8….
Die zukunft des landes haengt an diesen kids, leider gehen viele nicht zur schule, sondern arbeiten oder verkaufen zeugs an touris. diese kinder sind fuer kambotschas verhaeltnisse nicht wirklich arm. viele eltern arbeiten gar nicht da die kids ja die dollars nach hause bringen. vor ”moto” werkstaetten sieht man auch des oeffteren wie die kids die moppeds reparieren und die vaeter daneben sitzen und zuschaun… das ist natuerlich nicht ueberall so und viele muetter verkaufen ihre sachen selbst am strand oder auf dem markt. durch die einmann/oneDollar touri abzock jobs fehlt es aber an gut ausgebildeten kraeften, die das land dringend zum aufbau einer vernuenftigen infrastruktur brauchte.

<<dehalb sollte man bevor man sein geld zu voellig ueberzogenen preisen am strand liegen laesst, lieber ein paar dollars an eine organisation geben die das geld an familien gibt, derren kinder zur schule (statt betteln) gehen. besonders nachts sollte man nichts von kindern kaufen, da sie sonst nur am strand bleiben, und es nicht allzu sicher dort nachts fuer sie ist…>>

manchmal ist es schon schwierig hart zu bleiben und nichts zu geben/kaufen. aber meistens wuerde man es dem falschen geben. allerdings muss man aufpassen, es gibt natuerlich sehr viele sehr sehr arme menschen hier. es ist zumindest am anfang sehr schwer zu erkennen, wer wirklich arm ist. ich wuerde aber behaupten das man gut faehrt, wenn man immer nur denen was gibt/abkauft, die einen nicht von sich aus umrennen. das gegenteil haben wir erstmals nach ca. 2 wochen erlebt. eine frau stand nachts vor unserer lieblingsbar am strand und sie stand dort einfach nur rum. nach einem laecheln ohne zaehne war uns dann auch klar das sie es noetig haette, aber aus gewohnheit haben wir nichts gegeben. es waer wohl die erste gewesen, die wir in cambodia gesehen haben, die sich auch ueber 100 riel (2 cent) gefreut haette, im gegensatz zu den kids die ihre ketten fuer 2$ los werden… es ist jetzt noch ein beschissenes gefuehl -> hinter nem halben dutzend leerer bierkruegen zu sitzen und vor einem steht diese frau… und man merkt langsam, dass die situation ploetzlich eine andere ist. anders als wenn kinder oder bettler dich am strand nerven. anders als wenn tuk tuk fahrer ”hello my friend” rufend, mit erhobener hand auf dich zu rennen.
ploetzlich ueberkommt einem ein ganz ekliges gefuehl…
ein ekliges gefuehl ueberkommt einem auch wenn 4 europaeisch aussehende schraenke nachts an einer bar mit 3 kleinen khmer maedchen aufstehen und zusammen weglaufen…

so schoen auch die sonnenseite cambodias sein mag:

  • weisse traumstraende, tuerkieses warmes meer
  • sonnenuntergaenge hinter palmen
  • super nette einwohner, mit denen es sich echt lohnt zu sprehen
  • lustige und froehliche kids

so haesslich kann auch die andere seite sein:

  • sehr arme menschen die nichts haben und in baracken wohnen
  • weierhin werden die meisten mienen durch zivilisten “entschaerft”
  • ueberall muell. asiaten haben wohl ueberhaupt kein gefuhl fuer die umwelt…
  • teilwiese ueble infrastruktur: schlechte strassen, stromausfaelle, wasserknappheit und misserable internetverbindungen
  • ueberall stressige tuk tuk fahrer, seller und bettler

trotz allem war die zeit in cambodia echt schoen und wir sind schon etwas traurig morgen das land zu verlassen. dafuer freuen wir uns umso mehr auf den strand in vietnam…